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Bilder aus Darmstadt - Darmstadt-West: Heimstättensiedlung
Matthäuskirche, Heimstättenweg
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aufgenommen am 15.03.2011
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Heimstättensiedlung, Matthäuskirche, Heimstättenweg
Im April 1932 wurde mit dem Bau der ersten Eigenheime der Erwerbslosensiedlung im Südwesten Darmstadt begonnen. Bevorzugt wurden Bauhandwerker,
Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Glaser, Schlosser und Bauhilfsarbeiter.
Die Stadt Darmstadt stellte ihnen ein Gelände am Alten Eschollbrücker Weg (heute Heimstättenweg) und an den ehemaligen Pulverhäusern, einem
alten Munitionsdepot, zur Verfügung. Es gehörte damals zur Gemarkung Bessungen.
Jedem Siedler wurden gegen Erbpachtzins rund 1000 Quadratmeter Grundfläche überlassen. Am Doppelhaus Gollacker 45/47 wurde der erste Grundstein gelegt.
62 Pfennige, das gesamte Barvermögen des Arbeitstrupps, wurden darin eingemauert.
Die Matthäuskirche ist eine der 49 sogenannten Notkirchen von Prof. Otto Bartning (1883-1959), die in den Jahren 1948-1951 in Deutschland aufgestellt
und vom Weltrat der Kirchen und vom Lutherischen Weltbund in hohem Maße finanziert wurden. Die Gemeinde, die eine solche Notkirche erhielt, musste das
Fundament und die Wände (hier Hohlblocksteine aus dem zermahlenen Trümmerschutt des 1944 zerstörten Darmstadt) in Eigenhilfe erstellen
und erhielt dann die serienmäßig hergestellte Dachbinderkonstruktion zum Aufschlagen.
Parallel zum Aufbau der Heimstättensiedlung, erstellte die 1935 entstandene Matthäusgemeinde unter der Leitung des Pfarrers Hans Stenger
(1911-1993) ihr Gotteshaus, zu dem am 4.9.1949 der Grundstein gelegt und das am 19.3.1950 eingeweiht wurde.
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